Material und Technik
Mitte der 90er Jahre suchte Weisser in einer neuen Technik eine weitere Herausforderung und malt fortan mit Acrylfarben und Farbpigmenten. Als Untergrund dienen Papier, Leinwand und Holz. Ihre Experimentierfreude tritt durch Ihren Umgang mit dem Material und durch Ihre Technik an den Tag. Die Farbe trägt die Künstlerin in mehreren Schichten auf, die Sie dann teilweise wieder mit verschiedenen Utensilien oder der Hand aufdeckt, wegkratzt, um so die darunter liegenden Farbschichten an den Tag treten zu lassen.
Trotz dieser Vielzahl der Farbaufträge wirken Ihre Bilder nicht pastos, vielleicht auch darum, weil die zahlreichen Aufträge sehr lasierend aufgetragen sind. Diese vielschichtige Technik lässt die Bilder räumlich wirken und erzeugt gleichzeitig eine Spannung, die aus dem Spiel der verschiedenen Schichten untereinander hervorgeht.
Die bevorzugten Farben der Künstlerin sind viele Arten der Weiss-Töne. Vereinzelt erscheinen kleine Zeichen in starken Farbtönen in den Bildern. Zusammen mit den Weiss-Tönen wirken sie aber besänftigend und strahlen im Gegensatz zu ihrem Charakter eine Ruhe und Harmonie aus.
Bildsprache und künstlerische Aussage
"Dort wo meine Bilder rein abstrakt sind, spürt man dennoch den Gegenstand“, so beschreibt Weisser die Bildsprache Ihres Werkes. In verschiedenen Tönen und Mischformen spiegelt sich das Weiss als Farbe, die Ihr Erscheinungskleid chamäleonartig wandeln kann. Dies tut sie beispielsweise, wenn die Künstlerin darin bunte Farbpigmente wie ein leuchtendes Rot einmischt. Durch das bestimmende "chamäleonartige“ Weiss und durch die Auftragstechnik wirken die Bilder der Künstlerin ruhig und sehr sorgfältig gearbeitet. Die daraus resultierende fast meditative Ruhe täuscht aber über eine dynamische Entstehung Ihrer Bilder hinweg. Weissers Werk lädt so den Betrachter ein, neue Räume und Stimmungen zu erkunden und zu entdecken.
|